ADAC erhöht zum 1. Januar 2014 seine Mitgliedsbeiträge

20.06.2013 16:46 Uhr | geronimo

Die bislang letzte Preiserhöhung beim Automobilclub ADAC gab es zum 1. September 2004, als die noch aus der D-Mark umgerechneten krummen Beträge von 37,84 und 71,7 Euro deutlich angehoben wurden. Ab dem nächsten Jahr müssen die über 18 Millionen Mitglieder des Clubs nach neun Jahren Pause tiefer in die Tasche fassen

Ab kommenden Jahr wird sich der Preis der „klassischen“ ADAC-Mitgliedschaft um rund 10 Prozent von 44,50 Euro auf dann 49 erhöhen. Den neuen Beitrag für die erweiterte Plus-Mitgliedschaft wurde noch nicht genannt, dieser dürfte sich aber bei gleicher Berechnung auf 87,50 Euro belaufen. Der Automobilclub begründet den Anstieg mit deutlich erhöhten Betriebskosten sowie den gestiegenen Einsatzzahlen bei der Pannenhilfe. Alleine die Benzinkosten für die rund 1.700 für die Fahrzeuge der „Gelben Engel“ betrugen im abgelaufenen Jahr 8,3 Millionen Euro. Zum Zeitpunkt der letzten Preiserhöhung lagen diese Kosten noch bei 5,5 Millionen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Automobilclub 15 Millionen Mitglieder, inzwischen sind es über 18,5 Millionen. Die zusätzlichen Mitgliedsbeiträge können die gestiegenen Kosten jedoch nicht ausgleichen.

Zudem sorgen mehr Mitglieder natürlich auch für mehr Pannen, weshalb die Pannenhilfe im vergangenen Jahr das zweithöchste Pannenaufkommen in ihrer Geschichte verzeichnet hat. Insgesamt rückten die Fahrzeuge des Clubs zu 4,17 Millionen Einsätzen aus, was einen Anstieg von über 100.000 Pannen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das gesamte Geschäftsjahr hat der ADAC e.V. mit einem Jahresüberschuss von 25 Millionen Euro beendet. Das Eigenkapital des Clubs beträgt inzwischen 1,06 Milliarden Euro, zudem verfügt der ADAC über ein Anlagevermögen von 1,94 Milliarden Euro.

Top