ADAC empfiehlt Änderung des hinteren Unterfahrschutzes bei LKW

11.12.2012 08:25 Uhr | geronimo

Bereits 2006 hatte der Automobilclub ADAC in einem Crashtest nachgewiesen, dass der hintere Unterfahrschutz von LKW keinen zuverlässigen Schutz bietet. Jetzt wurde den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg ein verbessertes System vorgestellt

Das neue System sieht Verstärkungen durch Schrägstreben vor. Zudem sollen die zulässige Montierhöhe auf 550 bis 450 Millimeter reduziert werden und das System müsste sehr viel näher an der Bordwand des LKW angebracht werden. Darüber hinaus müssten die statischen Prüflasten für die Zulassung von Unterfahrschutz-Systemen deutlich erhöht und an drei Punkten aufgebracht werden. Nur so könne wirksam verhindert werden, dass die derzeit vorgeschriebenen Systeme beim Aufprall wegbrechen, wodurch die auffahrenden PKW weit unter die Lastwagen rutschen und die Bordwand des LKW die Airbags herunterdrückt, wodurch diese nahezu unwirksam werden. Die Kosten für die jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen beziffert der ADAC mit rund 100 Euro pro Fahrzeug.

Der Automobilclub fordert, dass die Grundlage der EU-Richtlinie (UN/ECE Verordnung 58 ) überarbeitet wird und das neue System über eine Änderung in die entsprechende EU-Richtlinie aufgenommen wird. Dadurch würde es bei Auffahrunfällen von PKW auf LKW rund 50 Prozent weniger Tote und zwei Drittel weniger Schwerverletzte geben.


Quelle: ADAC
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