Renault Scenic: Motorschaden nach 4 tkm mit Autogas
Hallo zusammen, man soll es nicht glauben, aber 4 tkm, nachdem ich meine Autogasanlage vom BRC Seq 24 in den Scenic eingebaut bekommen habe, litt dieser unter größerem Ölverbrauch. In der Werkstatt wurde dannvermutet, dass durch höhere Verbrennungstemperatur und sich lösende Ölkohle im Zylinder die Zylinderwand ausgeschliffen, das Öl durch die Wanne in den Luftfilter geblasen wurde.
Dazu muß ich vielleicht sagen, daß ich ihn mit 75 tkm gebraucht gekauft habe.
Typ ist 1.6 16V, 79 kW, Baujahr 2000.
Hat jemand hier schon mal so etwas erlebt?
Ich habe eigentlich gedacht, das Auto käme mit dem neuen "Sprit" wunderbar klar, stattdessen jetzt sowas.
Die Werkstatt und auch der Gasanlageneinbauer übernehmen übrigens keine Verantwortung oder wollten noch was von einer Garantie wissen, nun sitz ich hier auf einem Schaden von angedrohten 3800 Euro für einen Austauschmotor.
hi....
nun... das wird sehr schwirig.... eigentlich hat die umrüstwerkstatt das zu veranrworten... allerdings werden die nen gutachter zu rate ziehen.... es kommt ganz darauf an wie sich der schaden im sichtbaren äußert.... dementsprechend kann es sein das der umrüster sagt der schaden wäre auch so ohne gasunrüstung zum selben zeitpunkt geschehen.... ich vermute mal eine mangelhafte elektrische einbindung.... die benzineinspritzung hat zusätzlich gearbeitet.... dabei entstehen temperaturen die lassen die kolben an den rändern anschmelzen was wiederum einen kolbenfresser verursacht....
greeting's..... camel......
Danke für die schnelle Antwort.
Ich lass mich mal überraschen, was die Untersuchung im Motor selber ergibt, aber an die Elektrik hab auch noch gar nicht gedacht. Bin gespannt, was das Gutachten ergibt.
To be continued....
Es gibt wohl auch Umrüster, die die Löcher für die neuen Einspritzdüsen bei montiertem Ansaugkrümmer bohren, wodurch Metallspäne in den Zylinder gelangen und so einen Motorschaden verursachen können.
Aber was ist denn jetzt genau mit deinem Motor? Ein erhöhter Ölverbrauch ist für mich noch kein direkter Motorschaden. Dafür würde ich den Motor noch nicht tauschen.
Ich weiss noch nichts genaues, ich habe noch keinen Gutachter.
Der Fehler ist wohl folgender: durch eine Undichtigkeit der beiden letzten Zylinder drückt sich zwischen Kolbenwand und Zylinder in großer Menge Abgas in das Kurbelgehäuse und von dort über die Entlüftung in den Luftfilterkasten. Nachdem dieser mit ungefähr 1/2 Liter voll war, ist er ins freie übergelaufen.
Soweit ja verständlich, aber wodurch wurde es verursacht.
Also Späne aus dem LPG-einbau waren auch mein Gedanke, der KFZ-meister redet von durch heissere Verbrennung freigesetzte Ölkohle oder aber von "entkohlten" Kolbenringen, die jetzt mehr durchlassen.
Ich werde morgen noch mal nach dem Stand der Dinge fragen.
At Least: Mein Bruder ist mehr als 170 tkm mit seinem Renault Rapid gefahren auf Autogas und hat ihn dann noch an jemanden verkauft, der ihn unbedingt haben wollte.
Update:
Vorgestern ist der Kopf abgekommen.
Folgende Erkenntnis:
Deutliche Lauf und Abriebspuren am dritten und vierten Zylinder, am zweiten eine leichte Riefe, wie ein Bleistiftstrich.
Am Kopf war nie der Ansaugkrümmer ab, erkennbar daran, daß keine neue Dichtung drin war, auch die Dichtungen im Ansaugstutzen von Drosselklappe und Luftfilter her sind nicht erneuert worden, sind aber auch nie ausgebaut gewesen, die Teile.
Die Düsen wurden also im montierten Zustand eingebaut, ist auch daran zu erkennen, daß sie unterschiedlich, so wie es möglich war, an den Ansaugstutzen montiert wurden. Ich sollte vielleicht mal Fotos machen.....
Ich bin ein bischen geladen, hole mir Montag einen Sachverständigen, dann werden wir mal den Ansaugkrümmer entfernen und ein bischen Beweissicherung betreiben.
Nochmals Update:
Nach gewisser Recherche komme ich zu folgendem Schluß:
Selbst bei Verschulden durch den Autogaseinbauer müsste ich einen Gerichtsentscheid anstreben, was ein Gutachten, ein Beweissicherungsgutachten, eine Gerichtsverhandlung und einen Anwalt braucht.
Die reinen Kosten bis zum Gerichtsentscheid liegen in etwa in Höhe des einzubauenden Motors, die Chancen, einen solchen Prozess zu gewinnen liegen in etwa, wg. schwieriger Beweislage, bei ca. 30 % (es könnte auch in einem Vergleich enden).
Der Gutachter hat mit davon abgeraten, da ich keine Rechtschutzversicherung habe, die Chause also allein bezahlen dürfte.
Prickelnd oder?
Aslo:
Nie mehr Gasanlage nachrüsten ohne gesicherte Garantie,
nie mehr Renault (mein Ford hat 270 tkm gemacht und läuft heute in Tschechien...)
nie mehr blöde "Car"garantien, die jegliche Garantie ausschließen, wenn man auch nur die Blinkerbirnchen wechselt.
Und, wichtig, Verträge besser lesen.
Ich denke, meine nächsten zwei Jahre Urlaub und die neuen Zähne kann ich jetzt in den Wind schießen...
Warum "nie mehr Renault"? Da kann doch der Scenic nix dafür, wenn die Heinies beim Gasumbau schlampen? Ich würde mich erst noch mal mit der Firma unterhalten und sie darauf ansprechen. Denn die haben für einen schlechten Umbau gerade zu stehen. Musst denen ja nicht unter die Nase halten, dass du dir ein Verfahren nicht leisten kannst.
Ooch, nu lass mich doch ein bischen heulen .
Ich denk mal, es liegt auch nicht unbedingt an Renault, aber Händler und Werkstatt hat da viel verdorben mit Aussagen wie:
"Wieviel sind Sie denn gefahren? 84 km/h Durchschnitt bekomme ich aber mit 120 km/h Spitze nicht hin (Sie sind zuoft zu schnell gefahren)."
: Also, hallo, wie schnell darf ich denn überhaupt fahren, der Wagen bringt doch noch mehr, oder? (man merkt, ich hab noch nicht mal ausgefahren..dafür fahre ich nur Autobahn..)
oder:
"Sie haben sich ja auch ein altes Auto gekauft...."
:Was war denn mein Escort mit knapp unter 300 tkm, Vorkriegsware?
"Die Ölkohle ist normal(mit dem Schraubenzieher kratz), die Ablagerungen sind im Gasbetrieb verbrannt und haben sich an die Zylinderwand gesetzt"
: Also, Ölkohle so dick, das man locker eine Frikadelle drauf grillen kann, ich weiss nicht, ich hatte doch schon einige Motoren (Honda, Opel, Suzuki) auf, aber so was war mir auch neu.
"Bohren und hohnen haben wir 10 Jahre schon nicht mehr gehabt."
: Kann man philosophisch sehen: Hatten 10 Jahre auch keinen kaputten Motor, sehr positiv...oder tauschen nur komplette Antriebseinheit. Ausgegangen davon, daß es für mich der wirtschaftliche Totalschaden ist, bekomme ich als Ersatz einen generalüberholten Motor, d.h. einen Motor, der schon gelaufen hat und runderneuert wurde.
Morgen ist der große Tag, drei Werkstätten abklappern, welche mag sich trauen, den Motor instandzusetzen (Es gibt da einen Instandsetzer, der gibt zwei Jahre auf einen generalüberholten Motor), welche macht einen vernünftigen Preis usw....
Wie dem auch sei, ich bin froh, wenn er wieder läuft, ist etwas einsam geworden ohne ihn, und ich hat noch so viel mir ihm vor.