Ok es ist ja nicht so, daß ich hier nur Vorurteile verbreiten möchte.
Ich hab wohl schon seit 1-2 Jahren eine diskussion mit einem Freund der ein echter dieselfan ist. er kennt sich da wirklich aus und fährt einen 5zylinder commonrail diesel von fiat.
die argumente für den diesel sind meines erachtens wirklich nur der verbrauch. aber sportlich oder umweltfreundlich lass ich wirklich nicht gelten.
greenpeace hat da sogar das "dieselschwein" erfunden um auf die krebserregenden stoffe von dieselruß aufmerksam zu machen.
ja klar sobald die dieselautos diesen filter auch haben ist dieses argument gegen den diesel auch nicht mehr relevant. aber zur zeit fahren fast alle OHNE filter herum. sparen ein paar cent auf kosten der umwelt! das ging schon immer so...aber hauptsache ABS und ESP und kurvenlicht und runflattreifen. da spielt das geld dann keine rolle mehr.
diesel haben durch den turbolader eine höhere effizienz und ein höheres drehmoment. also reden wir da dann von turbo gegen saugmotor und nicht diesel gegen benzin.
generell finde ich das saugmotorprinzip mit höheren drehzahlen ala M5, ferrari, lamborghini usw dem turboprinzip in fahrdynamik überlegen. die leistung (PS) ist linear da das drehmoment über den verlauf recht flach ist. beim turbo setzt dieser erst bei höchstens 1800 ein, wobei ja gerade der unterschied der Nm zw. 1000 und 2000 eben viel größer ist als bei saugmotoren. das nenne ich den undosierbaren turbokick...
also die leute wollen wegfahren drücken aufs gas. es tut sich mal nichts und deshalb drückt man noch mehr aufs gas. dann erreicht man die 1800 und bekommt mehr schub als man eigentlich haben wollte! das ist wie ein rodeo....manche vergessen dann lieber gleich die anfahrschwäche und erfreuen sich am turbokick und denken wohl (na da muss ich mich wohl geirrt haben das da nichts weiterging, weil jetzt schiebt er ja ordentlich an.)
dabei sehen die turbodieselfahrer nicht, daß inzwischen eine riesige rußwolke hinten rausqualmt.
bei schweren autos kann das höhere drehmoment ja nützlich sein. schon alleine deswegen fahren ja die SUVs und LKWs mit diesel...
aber bei sportwägen wo man eher am limit fährt und die leistung gut dosiert an die räder abgeben muß um nicht traktion zu verlieren ist die leistungsdosierung über die drehzahl und nicht über das drehmoment einfacher und linearer.
d.h. es ist sportlicher 200 Nm mit 6000 touren zu fahren als 400 Nm bei 3000 touren obwohl beide da die gleiche leistung haben.
d.h. turbodiesel haben zw. 1800 und 4000 Umin eine nur scheinbar flache leistungskurve da die sklaierung ja eine andere ist! die geht meist von 200 Nm bis 400 Nm und bei benzinern nur von 100 bis 250. dh. die unterschiede zw. den drehmomentextremen ist kleiner bei saugbenzinern als bei turbodiesel. und diese unterschiede sind über ein größeres drehzahlband verteilt. eben 500-6500 und nicht 500-4500...d.h. man kann die drehmomentkurven von dieseln und benzinern nicht einfach so übereinanderlegen, da die x und y skalierungen nicht übereinstimmen...
der diesel wurde auch ordentlich gepusht. warum? weil
1. alle hatten benziner und der autoabsatz stagnierte, also hat man den wunderdiesel angepreisen, mehr drehmoment weniger verbrauch und sogar umweltfreundlich hat man zuerst behauptet!
2. jetzt wo in österreich schon über 80% der neufahrzeuge diesel sind, muss man sich ein neues umstiegsargument einfallen lassen. also den partikelfilter! die partikel waren aber immer schon da und techniker und politiker wußten doch schon längst bescheid. nur der konsument wurde nicht aufgeklärt.
3. in österreich ist der diesel auch niedriger besteuert, d.h. man hat die dieselfahrer auch noch relativ zum benziner subventioniert!!!
und zu den gesundheitlichen aspekten frage ich:
ist CO2 giftig? atmen wir das nicht aus?
ist SO2 giftig?
ist dieselruß giftig?
es geht um die toxizität und die ist bei diesel viel höher...
wenn ich mir im verkehr aussuchen kann hinter einem neuen diesel oder einem alten benziner zu fahren wähle ich den benziner...beim diesel muß ich die umlufteinschalten...wie im tunnel...