Das ist ein Irrglaube den die Werbung gerne verwendet.
Leistung entsteht nicht aus dem Oktangehalt. Der Oktangehalt wird je nach Verdichtung des Motors definiert. Einem 8:1 verdichteten Motor reicht 91 Oktan um seine volle Leistung zu erreichen. Auch 100 oder 130 Oktan werden da nicht mehr an Leistung bringen. Der notwendige Mindestoktangehalt wird mittels eines verstellbaren Prüfmotors ermittelt. Je höher der Oktangehalt, umso später entsteht eine Selbstzündung des Gemischs. Da bei einer Selbstzündung das Gemisch schon vor dem Zündfunken explodiert hat man das sogenannte Zündungsklingeln. Bei alten Motoren, die noch nicht über Klopfsensoren verfügen, kann man das sehr gut beobachten.
Umgekehrt ist es allerdings so. Fährt man in einem auf 95 Oktan ( Super ) ausgelegten Motor nur 91 Oktan ( Normalbenzin ), erhöht sich durch die Zündverstellung der Verbrauch und man verliert Leistung. Der Motor kann nicht mehr effizient arbeiten. Das hat aber nur indirekt etwas mit dem Benzin zu tun. Aufgrund der niedrigen Oktanzahl wird der Zündzeitpunkt verstellt um eine Selbstzündung des Gemischs zu verhindern.
Wenn die Theorie der Mehrleistung mit höherer Oktanzahl stimmen würde, dann würden gasbetriebene Motoren aufgrund der wesentlich höheren Oktanzahl mehr Leistung bringen. Schau mal bei bivalenten Fahrzeugen ( Gas- / und Benzinbetrieb ) nach. Keiner hat mehr Leistung im Gasbetrieb als im Benzinbetrieb, das Gegenteil ist der Fall: im Gasbetrieb verliert der Motor sogar an Leistung.
Also nicht jeden Quatsch glauben den die Werbung verbreitet, die wollen nur dein Geld ohne dir einen Vorteil daraus zu erbringen.
Noch etwas zum Klopfsensor:
Einige behaupten das der Klopfsensor den Oktangehalt messen kann. Das kann er nicht. Er erkennt lediglich die Tendenz zum Klopfen ( Klingeln ) und verstellt über das Motorsteuergerät den Zündzeitpunkt bis keine Klopftendenz mehr messbar ist. Demnach kann ein Klopfsensor also auch nicht feststellen ob 95, 98 oder 100 Oktan in einem für 91 Oktan ausgelegten Motor verbrannt wird.